ADHS hat viele Gesichter – und wird oft erst spät erkannt

Shownotes

ADHS äußert sich unterschiedlich: Manche Betroffene sind laut und impulsiv, andere eher still und verträumt. Manche leiden unter Konzentrationsproblemen, andere haben Schwierigkeiten mit der Impulskontrolle. Das klischeehafte Bild vom "Zappelphilipp" greift deshalb viel zu kurz. Und gerade bei Erwachsenen kann ADHS deshalb auch lange unerkannt bleiben.

Über ADHS im Erwachsenenalter, späte Diagnosen, typische Vorurteile und die Erfahrungen Betroffener sprechen Host Philipp Scheiner und Ratgeber-Redakteurin Sophie Bierent in der aktuellen Folge. Zusätzliche Einordnung gibt es von Swantje Matthies, Psychiaterin und Verhaltenstherapeutin sowie Oberärztin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg.

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Zum Weiterlesen:

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Beteiligt an dieser Folge waren:

  • Redaktion GMX: Sophie Bierent, Sabine Vaas, Alina Lingg, Philipp Scheiner
  • Projektleitung GMX: Christian Zechel
  • Projektleitung Pool Artists: Anna Vahldick
  • Redaktion Pool Artists: Max Finger
  • Produktion Pool Artists: Maxim Pechersky, Junis Rabe, Tim Milimonka

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo, Sophie.

00:00:01: Hey Philipp!

00:00:03: Dein Name der verpflichtet ja fast dazu diese Frage mal zu stellen.

00:00:07: Warst du früher in der Schule der klassische Zappelfillip?

00:00:12: Ja gut die Frage bei unserem heutigen Thema muss natürlich gestellt werden...ja also tatsächlich habe ich mir den Spruch zumindest ab und zu mal anhören dürfen.

00:00:22: Ich war halt ein lebhaftes Kind was soll ich dir sagen?

00:00:24: Und die Figur aus dem Strübel Peter ist natürlich eines der bekanntesten Bilder, wenn es um unruhige Kinder geht.

00:00:30: Ja und der Zappelfilleb ist außerdem auch das wahrscheinlich bekannteste Bild, dass viele mit ADHS also Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitätsstörungen verbinden.

00:00:41: So ein Kind, das einfach nicht stillsitzen kann ständig herumzappelt und den Unterricht auch so ein bisschen durcheinander bringt.

00:00:48: Genau deshalb denken viele wahrscheinlich auch adhs betrifft vor allem Kinder.

00:00:54: Genau, das ist ein weit verbreitetes Missverständnis.

00:00:57: ADHS beginnt zwar in der Kindheit verschwindet aber nicht automatisch mit dem Erwachsenen werden.

00:01:02: Viele Betroffene haben auch als Erwachsende noch Symptome... Nur sehen die oft ganz anders aus.

00:01:08: Das ist dann weniger das ständige Herumzappeln, oder?

00:01:11: Mhm.

00:01:12: Den hohen Bewegungstrang haben manche Erwachsene auch.

00:01:15: aber ja also anders als bei Kindern ist die Hyperaktivität bei Erwachsenen oft nach innen gerichtet und äußert sich eher als ein Gefühl innerlich nie wirklich zur Ruhe zu kommen.

00:01:26: Viele Erwachsnende berichten außerdem von Konzentrationsproblemen, Vergesslichkeit oder Schwierigkeiten den Alltag zu organisieren.

00:01:34: Also von außen wirkt es manchmal recht chaotisch oder unstrukturiert, dabei kann ADHS dahinter stecken.

00:01:40: Und genau darüber sprechen wir heute!

00:01:43: Was ist ADHS eigentlich?

00:01:44: Genau wie äußert sich die Störung bei Erwachsenen?

00:01:48: Warum wird sie oft erst spät erkannt und welche Auswirkungen hat eine späte Diagnose auf Alltag, Beruf und Beziehungen?

00:01:56: Und damit herzlich willkommen zu X-Plaint.

00:01:59: Ich bin Philipp Scheiner Newsdesk Redakteur

00:02:03: Und ich bin Sophie Bierend, Redakteurin für Wissen und Ratgeber.

00:02:18: Sophie du hast auf unseren Nachrichtenportalen schon viel über Gesundheitsthemen geschrieben?

00:02:23: Ja!

00:02:24: Ich habe tatsächlich auch im privaten Berührungspunkte mit ADHS.

00:02:28: also ich kenne im Freundeskreis Betroffene So.

00:02:31: das heißt du wusstest vor deiner Recherche für unsere heutige Folge schon alles wichtige zu ADHS oder...?

00:02:37: Nein, absolut nicht!

00:02:39: Ich habe wirklich noch einige interessante neue Aspekte gelernt.

00:02:43: Ich hab ja auch mit einer Expertin gesprochen und ich freue mich dir und unseren Zuhörerinnen und Zuhöhrern heute davon zu erzählen.

00:02:50: Da

00:02:50: bin ich schon sehr gespannt.

00:02:51: bevor wir gleich tiefer einsteigen sollten wir einmal für alle klären worüber wir genau sprechen.

00:02:58: hier kommen die wichtigsten Fakten zur ADHS.

00:03:04: Die Abkürzung ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitätsstörung.

00:03:10: Dabei handelt es sich um eine neurobiologische Entwicklungsstörung, die meist bereits im Kindesalter beginnt.

00:03:16: Sie beeinträchtigt die Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Selbstregulationen.

00:03:21: ADHS entsteht durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

00:03:25: Eine wichtige Rolle spielen genetische Veranlagungen sowie Unterschiede in der Entwicklung und Funktion bestimmter Hirnregionen.

00:03:33: Umweltfaktoren wie Stress während der Schwangerschaft oder einer Frühgeburt können das Risiko erhöhen.

00:03:39: Erziehung gilt nach heutigem Wissenstand nicht als Ursache.

00:03:43: Betroffen sind rund fünf bis sieben Prozent der Kinder und Jugendlichen weltweit, bei Erwachsenen liegt der Anteil bei etwa zwei bis drei Prozent.

00:03:51: Viele Betroffene erhalten ihre Diagnose erst im Erwachsendenalter.

00:03:55: Die Symptome unterscheiden sich.

00:03:58: Bei Kindern fällt ADHS häufig durch starke Unruhe, Impulsivität oder Probleme in der Schule auf.

00:04:05: Erwachsene erleben oft weniger körperliche Hyperaktivität.

00:04:09: Stattdessen stehen innere Unruhe, Organisationsprobleme, Vergesslichkeit und Schwierigkeiten im Berufs- oder Privatleben im Vordergrund.

00:04:17: Genauso ist es ebenfalls wichtig zu wissen Es gibt drei ADHS

00:04:22: Typen Genau den vorwiegend unaufmerksamen Typ Hier stehen Konzentrationsprobleme im Vorderkund.

00:04:28: Dann den vorwigend hyperaktiv impulsiven Typ Der ist vor allem durch einen hohen Bewegungsdrang und impulsives Verhalten geprägt Und dem kombinierten Typ.

00:04:38: Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität treten hier gemeinsam auf.

00:04:44: Die Behandlung ist von Alter- und Schwere der Symptome abhängig und kombiniert häufig mehrere Ansätze zum Beispiel die Aufklärung über die Erkrankung Verhaltenstherapie um psychotherapeutische Unterstützung aber auch Medikamente sofern es dafür eine medizinische Notwendigkeit gibt.

00:05:02: Gut zu wissen?

00:05:03: Abzugrenzen is AdHS von ADS dem Aufmerksamkeitsdefizit-Zyndrom.

00:05:09: Im Gegensatz zu ADHS tritt bei ADS keine Hyperaktivität auf.

00:05:14: Betroffene sind meist eher ruhig, wirken oft träumerisch oder in sich gekehrt und lassen sich leicht ablenken.

00:05:23: So viel erst mal zur Grundlage!

00:05:25: Und ich finde es wirklich interessant, dass sich ADHS im Erwachsenenalter ganz anders bemerkbar macht als bei Kindern.

00:05:32: Ja das tut es – und das ist für Betrofene die gar nicht wissen, Im Erwachsenenalter dann natürlich besonders schwer herauszufinden.

00:05:41: Weil wir ja eben dieses Zappelfillip-Bild im Kopf haben, es sich aber bei Erwachsenden anders bemerkbar macht.

00:05:47: Aber wie fühlt sich ADHS im erwachsenen Alter denn genau an?

00:05:51: Das lässt sich wohl am besten durch die Erfahrungen von Betroffenen verstehen.

00:05:56: Dafür haben wir unsere Leserinnen und Lesermal gefragt, wie sie mit ADHS leben und welche Herausforderungen Sie im Alltag erleben.

00:06:04: Die vielen Rückmeldungen zeigen vor allem eins ADHS kann sich bei Erwachsenen sehr unterschiedlich äußern.

00:06:11: Den Alltag zu bewältigen, dass es für viele Betroffene mit Problemen verbunden

00:06:15: ist.".

00:06:15: Du hast genau diese Leserstimmen mitgebracht und ich starte jetzt einfach mal rein!

00:06:19: Mit Stefanie, der ist ja schon noch thirty-six Jahre alt.

00:06:21: Sie hatte uns zum Beispiel geschrieben... Besonders eindrücklich fand ich diesen Vergleich hier von ihr Nämlich, ADHS ist für mich wie ein Radio im Kopf.

00:06:41: Aber es spielen drei Sender gleichzeitig.

00:06:44: Dieses Bild das Stefanie schildert, ich finde, das beschreibt etwas wovon viele Betroffene berichten.

00:06:50: Viele Gedanken laufen gleichzeitig die Aufmerksamkeit springt schnell von einem Thema zum nächsten und darum fällt's auch schwer bei bestimmten Aufgaben dran zu bleiben.

00:06:59: Also zusammenfassend können wir schon mal festhalten Konzentrationsprobleme innere Unruhe und Aufschieberites sind charakteristisch für Erwachsene mit ADHS.

00:07:10: Genau!

00:07:11: Und zusätzlich haben sie oftmals auch mit Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Chaos im Alltag zu kämpfen.

00:07:18: Auch unsere Leserin Christina, zweinvierzig Jahre aus Leipzig hat uns geschrieben Sie hat ADS also Aufmerksamkeitsdefizitzentrum Im Gegensatz zur ADHS also ohne ausgeprägte Hyperaktivität.

00:07:31: Die größte Herausforderung im Alltag sei die sogenannte Zeitblindheit, also Termine einzuhalten oder in einer bestimmten Zeit mit einem Projekt fertig zu werden.

00:07:41: Sie hat geschrieben Ich plane gerne mehrere Tage im Voraus und schaffe es manchmal trotzdem nicht pünktlich.

00:07:47: auch einen Führerschein habe ich nicht wegen der Ablenkbarkeit was mir bei der Arbeitssuche immer wieder auf die Füße fällt.

00:07:55: Ja ist schon verrückt das ADHS oder in dem Fall jetzt ADS sämtliche Lebensbereiche betrifft.

00:08:01: Wie hier die Zuschrift von Christina zeigt, wirkt sich die Störung eben sowohl auf den Alltag als auch aus Berufsleben von den Betroffenen aus?

00:08:09: Was sind denn im Berufs Leben die häufigsten Probleme mit denen Betroffene zu kämpfen haben?

00:08:14: Ja, unter anderem darüber habe ich mit einer Expertin gesprochen.

00:08:17: Dr.

00:08:18: Swanche Matisse ist Psychiaterin und Verhaltenstherapeutin sowie Oberärztin an der Klinik für Psychiatrie- und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg.

00:08:28: Sie leitet da die spezialisierte Ambulanz für ADHS im Erwachsenenalter.

00:08:33: Was die häufigsten Probleme in Berufsleben angeht hat sie mir folgendes gesagt

00:08:37: Ich denke das alles was Struktur betrifft ein Thema dass oft Probleme macht, das können Abgabefristen sein.

00:08:47: Das kann die Selbstorganisation von längerfristigen Aufgaben sein.

00:08:52: Es können Deadlines sein und das Betrifftes-Zeitmanagement.

00:08:57: Also ich glaube im Berufsleben sind diese Dinge und die manchmal hochfahrende Emotionalität und die Konflikte, die da entstehen können so die ja vielleicht dem am meisten genannten Probleme Dinge aufschieben, keine Lust haben sie zu machen.

00:09:13: Keine Motivation haben sie anzugehen und so ... Das sind typische

00:09:17: Sachen.".

00:09:18: Genau das zeigt sich auch in der Geschichte von Christina.

00:09:21: Sie hat uns zusätzlich noch geschrieben, dass es ihr schwer fällt, Kontakte zu pflegen.

00:09:26: Es kann sogar sein, dass ich mich monatelang nicht melde weil ich einfach in meinem Tunnel bin.

00:09:32: aber gute Freunde und Familie verstehen das, hat sie geschrieben.

00:09:35: Das hört sich auf jeden Fall so an als ob Christina gute Freunde und eine gute Familie hat.

00:09:40: Das freut mich auf jeden Fall sehr, ich glaub in Freundschaften aber vor allem auch in Partnerschaften kann ADHS bei allem Verständnis dennoch für Konflikte sorgen wenn das gegenüber Salopp gesagt sehr chaotisch ist.

00:09:55: Absolut noch einmal Svante Matisse dazu.

00:09:58: Ich würde mal sagen Auf der einen Seite ist ADHS für Partnerschaft natürlich tip top genial weil Es total aufregend ist, weil es so viel zu tun gibt.

00:10:09: Weil's so viele Dinge gibt die man gerne machen möchte.

00:10:12: Weil das Leute sind, die alles Mögliche in ihrem Leben unterbringen und wo immer was geht usw.

00:10:17: Und auf der anderen Seite ist es halt ein riesiges Konfliktfeld, weil ... viele Dinge dann nicht gut klappen.

00:10:25: Weil man sich die Arbeiten schlecht aufteilen kann.

00:10:28: Weil derjenige mit ADHS immer vergisst dies und das zu machen.

00:10:31: Weil er nicht gut zuhören kann.

00:10:34: Termine vergisst, weil er die Struktur für die Urlaubsreise nicht hinkriegt.

00:10:38: Und also tausend Konfliktherde in solchen Partnerschaften ... Das ist auch oft hochkonfliktreiche Partnerschaft sind und immer wieder auch übrigens die Entscheidung, die Partnerschaft zu beenden, weil es zu langweilig ist?

00:10:51: Ja das klingt als bräuchte man in solchen Partner- schaften wirklich viel Toleranz und sehr viel gegenseitiges Erklären und natürlich Verständnis.

00:11:00: Also Beide Augen zudrücken hilft.

00:11:03: Es ist zum Beispiel sinnvoll sich zu überlegen, wer denn was gut kann?

00:11:07: Also sozusagen ich zum Beispiel kann gut organisieren du nicht.

00:11:12: also mache Ich die Urlaubsplanung und Du machst keine Ahnung die Kindergeburtstagsbespaßung für den Kinder Geburtstag weil Du sowas richtig gut kannst oder so.

00:11:19: Also so Kann man Sich schon auch gegenseitig unterstützen.

00:11:22: ja das ist doch ein guter Tipp.

00:11:24: gibt es denn unabhängig von zwischenmenschlichen Beziehungen, sonst noch andere Schwierigkeiten mit denen Erwachsene mit ADHS häufig zu kämpfen haben.

00:11:33: Was für viele wirklich belastend ist, dass sie ihre Diagnose erst sehr spät erhalten.

00:11:39: Das zeigt sich auch an vielen Zuschriften, die wir bekommen haben.

00:11:42: Zum Beispiel von Linda aus Wien, die ist heute sechzig Jahre alt und hat ihre Diagnose erst mit siebenundvierzig Jahren bekommen.

00:11:49: Ja, Linda hat uns geschrieben, dass Sie als Kind eher still- und verträumt gewesen sei und weiter ... Dabei hatte ich immer schon gespürt, das bei mir etwas anders ist Und viele scheinbar einfache Dinge im Alltag nicht oder schlecht funktionieren.

00:12:04: Erst durch die Diagnose konnte sie viele Erfahrungen aus ihrem Leben

00:12:08: einordnen.".

00:12:09: Den Satz, ich dachte ganz lange Zeit das irgendwas mit mir nicht stimmt den hört man und ließ man ja auch wirklich sehr oft wenn es darum geht dass Menschen erst im Erwachsenenalter eine ADHS-Diagnose erhalten.

00:12:19: wie betroffene eine späte adhsdiagnose erleben hat mich auch Dr.

00:12:23: Matthias beschrieben.

00:12:26: Viele Leute empfinden die Diagnose echt als Erleichterung in dem Sinne, dass etwas eingeordnet wird was in ihrem lebende Rolle gespielt hat.

00:12:35: Dass die Biografie im Nachhinein nochmal an vielen Stellen Sinn macht weil es mit der ADHS so und so gelaufen ist.

00:12:43: Andererseits sind natürlich auch viele eher ein bisschen bitter wenn sie merken was da alles vielleicht auch anders gelaufen wäre wenn man's früher gewusst hätte oder besser hätte eingeordnet werden können.

00:12:58: Ja, also es führt auch manchmal dazu dass die Leute mit sich selber Frieden schließen weil sie dann wissen woher ihre Chaos oder so rührt.

00:13:10: Ja, das ist natürlich dann schon auch manchmal schlimm wenn man sieht wie man vorher mit sich umgegangen ist was man sich alles selber vorgeworfen hat.

00:13:17: Was man an selbst Zweifeln mit sich schleppt was vielleicht alles mit der ADHS zu tun hat.

00:13:23: also da passieren schon nochmal neue Orientierung und neu Einordnungen aller möglichen Dinge die im Leben passiert sein können.

00:13:33: Ja, das stelle ich mir schwierig vor.

00:13:34: Wenn man lange nicht weiß was mit einem los ist und dass es dann aber eine große Erleichterung ist wenn man endlich die Diagnose erhält und damit auch Erklärungen hat für das eigene Verhalten.

00:13:45: Aber warum wird ADHS denn überhaupt häufig erst so spät erkannt?

00:13:50: Das liegt vor allem daran, dass die Störung oft übersehen wird wenn sie sich anders zeigt als eben in ihrem typischen Klischeebild.

00:13:58: Die meisten haben ja, wenn Sie ADHS hören dieses stereotypische Bild im Kopf von diesem zappligen Jungen über den wir ganz zu Beginn schon gesprochen haben bei dem ADHS etwa an der Schule von Lehrkräften erkannt wird.

00:14:10: Es gibt aber auch die stillen Mädchen, die verträumt und oft abgelenkt sind und gar nicht wissen wo gerade der Hase läuft.

00:14:18: Die werden nicht so sehr gesehen bzw.

00:14:20: verkannt und zum Beispiel als depressiv oder motivationslos ja abgestempelt.

00:14:26: Also kann man sagen, dass vor allem bei Mädchen und Frauen ADHS oftmals unentdeckt bleibt?

00:14:31: Genau!

00:14:32: Oder zumindest das die tendenziell später diagnostiziert werden.

00:14:36: Dr.

00:14:36: Matjes hat mir auch erklärt warum das so ist.

00:14:39: Ja also da gibt es ganz wenig Forschung bislang dazu.

00:14:42: Das ist aber eine allgemeine Hypothese bezüglich der Entwicklungsstörung dass man annimmt, dass Mädchen mehr den sozialen Geflogenheiten folgen und sich anpassen.

00:14:55: Weil eben so die Erwartungen an Mädchen eigentlich sind das sie lieb sind und zurückhaltend und freundlich usw.

00:15:02: Und deswegen mehr diesen Druck ausgesetzt sind diese Symptomatik im Griff zu haben und sich mehr anpassen und deswegen viel Energie da rein fließt Symptomatik zu unterdrücken.

00:15:13: Und genau das führt dann eben dazu, dass die Störung bei vielen Frauen erst im erwachsenen Alter diagnostiziert wird.

00:15:19: Sie gehen erst später zur Diagnostik zum Beispiel wenn sie selbst Mutter werden und die Eigenschaften oder Symptomatiken bei den eigenen Kindern erkennen.

00:15:27: Okay,

00:15:28: d.h.,

00:15:29: Mädchen mit ADHS werden oft übersehen weil sie ihre Symptome durch Perfektionismus oder Anpassung gut verstecken.

00:15:36: Das führt dann zu, dass Frauen dadurch länger mit der Ungewissheit leben müssen.

00:15:41: Die Aufmerksamkeit für das Thema ist aber in den vergangenen Jahren zum Glück schon deutlich gestiegen, vor allem auch durch Social Media.

00:15:48: Die Erfahrungsberichte, die dort geteilt werden, können laut unserer Expertin auch dazu führen, dass Vermehrterwachsene zu Diagnostik gehen, die vielleicht als Kinder eben nicht diagnostiziert oder übersehen worden sind.

00:15:59: Und

00:15:59: das ist doch mal jetzt eine schöne Auswirkung von Social Media und ich habe auch das Gefühl, dass ADHS dort inzwischen sehr viel präsenter geworden ist.

00:16:07: Stimmt!

00:16:08: Da gibt's wirklich viele, die über ihren Lifestyle berichten.

00:16:10: Aber... und es kommt das böse Aber-Wort wieder?

00:16:13: Ich hab auch irgendwie den Eindruck, irgendwie wie so ein Trend geworden ist.

00:16:20: Das hinterlässt manchmal, wenn man zum Beispiel die Kommentare unter den Beiträgen liest ... Zumindest bei mir den Eindruck als würde jetzt jeder Rückschlüsse auf sich ziehen und sagen, ach ja, schau mal diese Symptome kann ich an mir auch feststellen?

00:16:33: Dann habe ich wohl auch ADHS also wie eine Art Selbstdiagnose.

00:16:38: Ja das muss man echt differenziert sehen.

00:16:41: Auch unsere Expertin ist da geteilter Meinung.

00:16:43: Also einerseits ist es natürlich gut dass da Leute ihre Erfahrungen berichten, weil sie damit auch endstigmatisiert werden.

00:16:51: Weil Leute die Angst verlieren, dass man da sich schämen muss für all das was man da hat und so weiter.

00:16:58: Und andererseits ist es eben tatsächlich so, dass es viele Fehlinformation gibt und dass da vieles, was normal ist dann als Hinweis auf ADHS gewertet wird oder irreführende Äußerung gemacht werden.

00:17:12: Also eine Art Selbstdiagnose ausschließlich via Social Media, das ist sicherlich keine gute Idee.

00:17:19: Da sollte man sich besser an Fachärzte und Ärztinnen wenden.

00:17:23: allerdings habe ich auch da gehört dass auch das oftmals gar nicht mal so einfach ist.

00:17:28: Absolut!

00:17:29: Der Weg bis zu einer Diagnose ist für viele Menschen oft lang und frustrierend.

00:17:33: Und wie schwierig dieser Weg sein kann, das zeigen auch die Erfahrungen unserer Leserinnen und Leser.

00:17:38: Ja viele Betroffene haben uns berichtet dass es sehr schwer ist überhaupt Termine für eine Diagnostik zu bekommen oder auch davon mit ihren Symptomen und Sorgen nicht ernst genommen zu werden von Ärztinnen und Ärzten hin und her geschickt worden zu sein usw.

00:17:53: Ein Leser Patrick nämlich beschreibt diesen Weg sogar als Odyssey.

00:17:57: er ist immer noch auf der Suche nach einem Termin für eine ADHS-Diagnose.

00:18:01: Seine Beschwerden wurden zunächst anders eingeordnet, unter anderem als Depression oder psychosomatische Probleme.

00:18:08: Und er hat uns geschildert dass es schwierig sei überhaupt eine Praxis zu finden die ADHS bei Erwachsenen diagnostiziert.

00:18:16: und dazu hat der gesagt das ist für mich sehr belastend weil ich mich mit meinen Problemen oft nicht ernst genommen fühle.

00:18:23: Ich wünsche mir einfach endlich einen Termin damit ich Klarheit bekomme und nicht weiter von einer Stelle zur nächsten geschickt werde.

00:18:29: Das kann ich so gut nachvollziehen, dass es für Patrick so belastend sein muss.

00:18:34: Wenn Betroffene wie er den Verdacht haben ADHS zu haben dann sollte man sich im ersten Schritt auch klar machen komme ich denn gut damit zurecht?

00:18:42: wenn demso ist dann braucht das nicht.

00:18:44: zwingt eine Diagnostik Den Wegzugdiagnose.

00:18:47: den sollte man dann angehen.

00:18:49: wenn's wirklich im Alltag schwerwiegende Beeinträchtigungen der Lebensführung und auch der Lebensqualität gibt Dann ist es definitiv sinnvoll sich nach Hilfe umzuschauen.

00:18:59: Und die entscheidende Frage, wo bekommt man diese Hilfe und die Diagnose dann?

00:19:03: Anlaufstellen sind Facharztpraxen für Psychiatrie- und Psychotherapie.

00:19:08: Es gibt auch spezialisierte ADHS-Sprechstunden oder Institutsambulanzen von Kliniken, dass es allerdings zu wenige Termine gibt und man leider längere Wartezeiten einplanen muss – das hat mir auch Frau Dr.

00:19:20: Matys bestätigt!

00:19:22: Darum hat sie auch noch Tipps mitgegeben wie sich die Wartezelt überbrücken lässt.

00:19:27: Was man in der Zwischenzeit machen kann, was natürlich super ist sind Selbsthilfegruppen.

00:19:32: Der Selbsthilfeverein ADHS Deutschland EV ist sehr gut organisiert und die haben viele Gruppen an vielen Orten und sie haben auch total gute Informationsveranstaltungen und Informationsmöglichkeiten.

00:19:47: Es gibt sehr viel Literatur inzwischen zu ADHS also man kann mit Ratgebern erst mal arbeiten.

00:19:53: Es gibt auch erste Digas, also digitale Gesundheitsanwendungen die so vielleicht erste Schritte zu dem Thema erlauben.

00:20:03: Sodass ich denke man kann schon eine Zeit bis zur Diagnostik dann überbrücken oder sinnvoll nutzen besser gesagt.

00:20:13: Das ist für Betroffene wirklich hilfreich.

00:20:16: Vorausgesetzt hat ein Termin zur Diagnostik ergattert wie läuft sowas denn ab?

00:20:22: Bei den Erwachsenen macht man eine klinische Anamnese, also eine gezielte Befragung zur Krankheitsgeschichte, Biografie, Lebensgeschichte und im besten Fall auch mit einer Fremdanamnise.

00:20:35: Im Erwachsenealter muss dabei retrospectiv auf die Kindheit geschaut werden.

00:20:39: Deswegen werden wichtige Bezugspersonen, die den jetzt Erwachsenen als Kind gekannt haben befragt.

00:20:45: Zusätzlich werden die Grundschulzeugnisse genutzt aus denen sich viele Eigenschaften herauslesen lassen.

00:20:51: Dazu kommen auch Fragebögen zum Einsatz und neuropsychologische Testungen, also Konzentrationstestungen die z.B.

00:20:58: am Computer stattfinden.

00:21:00: Das braucht man nicht unbedingt aber das ist noch eine Möglichkeit um die Diagnose zu stützen oder dann im Verlauf nochmal zu gucken wie es sich so entwickelt.

00:21:10: Wenn man bei der Diagnostik in die Kindheit zurückgeht, bedeutet das also ADHS taucht nie plötzlich auf?

00:21:18: Sondern ist im Grunde schon immer da

00:21:21: Genau, genau.

00:21:22: Darauf hat auch Dr.

00:21:23: Matjes hingewiesen.

00:21:24: Sie meinte grundsätzlich ist es das Wichtigste, dass man sich klarmachen muss.

00:21:28: all diese Symptome also die aus dem Aufmerksamkeitsbereich und die aus den hyperaktiv-impulsiven Bereich, die müssen schon in der Kindheit bestanden haben.

00:21:37: Sonst hat man keine ADHS.

00:21:40: Also eine ADHS, die taucht nie mit dreißig oder so irgendwann einfach im Leben auf.

00:21:44: Okay interessant!

00:21:45: Und wie geht's für Betroffene nach einer Diagnose weiter?

00:21:48: Also welche Behandlungsmöglichkeiten gibt's dann?

00:21:51: Also wie schon gehört, das reicht von Selbsthilfegruppen aber auch über Coaching bis hin zu Psychotherapie und Medikation.

00:21:58: Bei einer schwerwiegenden ADHS würde man in der Regel eine Medikion empfehlen weil die sehr wirksam ist.

00:22:05: Und bei einer ja leichten oder mittelgradigen ADHS kann man gemeinsam mit den Ärztinnen oder Therapeuten entscheiden ob man Psychotherapien oder Medikations oder beides machen möchte.

00:22:16: wenn man deutliche Beeinträchtigungen im Alltag merkt Dann empfehlen Fachleute schon Medikamente auszuprobieren, weil die oft eine große Erleichterung bringen.

00:22:25: Auch mental!

00:22:27: Genau davon berichtet auch unsere Leserin Manuela – sie ist forty-six Jahre alt und erst seit einem Jahr diagnostiziert.

00:22:34: Sie hat uns nicht nur geschrieben wie lange der Weg zur Diagnose war sondern auch dass ihr Medikamente jetzt helfen.

00:22:42: Ich kann mich besser strukturieren und haue eine Idee oder eine Umsetzung nach der anderen raus.

00:22:47: Ich kann endlich wirken und effizient arbeiten, bin quasi meine eigene

00:22:51: KI.".

00:22:52: Allerdings hat auch sie im Alltag immer wieder zu kämpfen und sagt ... Das Maskieren überdecken der neurodivergenten Eigenschaften kostet mich unfassbar viel Kraft.

00:23:03: Ich habe gefühlt jeden Abend einen Marathon hinter mir!

00:23:06: Puh ja also das hört sich wirklich anstrengend an.

00:23:09: Ja

00:23:09: finde ich auch.

00:23:10: Gibt's denn?

00:23:11: irgendwas, das Manuela helfen könnte.

00:23:14: Also erst mal wichtig ist es, dass man sich selbst nicht dafür verurteilt Dinge im Alltag nicht erledigt zu bekommen oder sich ausgebrannt zu fühlen wie's uns Manuela ja da auch gerade beschrieben hat.

00:23:25: Betroffene sollten sich ihre Diagnose vor Augen führen und verstehen welche Probleme daher rühren Und Achtsamkeit spielt dabei eine wirklich große Rolle.

00:23:34: Das verstehe ich aber Wie gehe ich in so einer Situation dann achtsam mit mir selbst um?

00:23:40: Man sollte sich auf jeden Fall verzeihen, wenn man es mal wieder nicht geschafft hat, sich an die To-do-Liste zu halten oder dergleichen.

00:23:47: Was ansonsten hilft ist auch den Alltag zu strukturieren so weit das eben möglich ist zum Beispiel mit regelmäßigen Mahlzeiten.

00:23:54: Das ist nämlich nicht einfach mit ADHS denn Routine ist eigentlich das Gegenteil von ADHS.

00:24:00: aber man kann das schaffen

00:24:02: und Wenn man es schafft Dann kann man vielleicht auch die positiven Auswirkungen von ADHS noch besser erkennen und zelebrieren, denn die gibt es ja auch.

00:24:12: Das ist ein sehr wichtiger Punkt den ich gerne unterstreichen möchte.

00:24:16: Menschen mit ADHS besitzen viele starke und positive Eigenschaften wie zum Beispiel Kreativität, Hyperfokus und Begeisterungsfähigkeit.

00:24:26: oft wird er nur über die Schwierigkeiten gesprochen.

00:24:29: Dabei können die Besonderheiten im Denken auch viele Vorteile im Alltag und auch im Beruf mit sich bringen.

00:24:35: Von konkreten positiven Auswirkungen berichten auch einige unserer Leserinnen.

00:24:40: unleser.

00:24:41: Lilly aus Berlin etwa hat uns geschrieben, Und unsere Leserin Christina, von der wir vorhin schon gehört haben, spricht von Energie, Selbstständigkeit, Kreativität und Emotionalität.

00:25:00: Ja schön fand ich auch die Zuschrift von Manuela.

00:25:03: Sie schreibt Wir sind gar nicht so seltsam!

00:25:05: Wir funktionieren im Grunde nur ein wenig anders.

00:25:08: Das finde ich richtig heilsam auch solche positiven Zuschriften zu lesen.

00:25:13: Trotzdem begegnen einem ja auch immer wieder Klischees und Vorurteile im Zusammenhang mit ADHS.

00:25:18: Zum Beispiel, dass es den Betroffenen nur an Disziplin mangeln würde... ...und sie sich nur ein bisschen mehr zusammenreißen

00:25:25: müssten.".

00:25:26: Ja da gibt's leider wirklich viele Missverständnisse!

00:25:29: Ich hab zum Abschluss noch einige gängige Mythen mitgebracht und die auch mit Zvantia Mattis mal einen Check unterzogen.

00:25:36: Darunter auch diesen Satz, den du gerade schon genannt hast.

00:25:39: Den vielen Betroffene leider schon gehört haben oder denen sie vielleicht auch selbst manchmal sagen, der aber richtig verletzend sein kann.

00:25:46: Dieses Reiß sich zusammen oder strenglich halt einfach mehr an?

00:25:50: Es gibt ja Momente in denen die Konzentration total gut ist und dann wieder Momente da geht nichts.

00:25:55: deswegen denkt die Umgebung und denkt man vielleicht auch selber Ja, wenn ich mich nur zusammenreißen würde dann würde es gehen und damit kriegt man aber immer das Gefühl, man würde sich nicht genug zusammenreissen.

00:26:05: Es macht ganz viele Selbstvorwürfe und ganz viel Unzufriedenheit.

00:26:11: Das ist ein sehr großes Problem und da muss man unbedingt einen anderen Umgang dann damit finden weil die Menschen mit ADHS sind in der Regel nicht... Da fehlt's nicht an Erziehung und auch nicht an... Das ist auch nicht Faulheit und dass sie es auch nicht genug Disziplin haben sondern das ist einfach eine ADHS

00:26:29: Und das tut bestimmt vielen Betroffenen jetzt gut zu hören, dass es nicht an ihnen liegt sondern an der Störung.

00:26:36: Aber gerade wenn's um fehlende Konzentration geht, da heißt es von Nicht-Betroffenen ja ... nicht selten!

00:26:41: Ja ich kann mich auch mal schlecht konzentrieren... Das hat doch jeder Mal.

00:26:45: Total.

00:26:46: also das ist wirklich auch eines der gängigsten Klischees über das gesprochen wird.

00:26:50: Darüber habe ich auch mal mit Zwandchen Matjes gesprochen.

00:26:53: Jeder Mensch hat mal Konzentrationsprobleme zum Beispiel wenn er müde ist oder wenn er überfordert ist.

00:26:57: Und andererseits ist es eben so, dass diese Thematik der Schwierigkeit die Konzentration dann zu bringen wenn sie notwendig ist und sich dann zu fokussieren, wenn's notwendig is.

00:27:09: Dass das was die ADHS ausmacht also die motivationsabhängigen Konzentrationsprobleme Die sich durchs ganze Leben ziehen ja die immer wieder Zu Problemen führen wie Flüchtigkeitsfehler die blöden Fehler all diese Dinge Das sind typische adhs Features.

00:27:27: jemand, der sich mal nicht konzentrieren kann.

00:27:29: Sondern das ist jemanden, der oft es nicht schafft die Konzentration auf den Punkt zu bringen wenn er sie braucht.

00:27:35: Also Wenn man weiß dass jemand in seinem umfeld adhs hat dann sollte man im Hinblick darauf auch rücksichtsvoll sein.

00:27:43: Ja gegenseitige Rücksichtnahme hat wohl noch nie geschadet.

00:27:47: Ich habe noch einen letzten Mütter dabei Philipp.

00:27:50: ja du musstest dir das heute auch schon anhören.

00:27:53: Jeder Mensch mit ADHS ist ein Zappelfillip und es laut.

00:27:57: Jetzt bin ich sehr gespannt, was du dazu herausgefunden hast?

00:28:00: Also das Klischee stimmt nicht!

00:28:03: Die Experte meinte, es gibt ganz viele Betroffene die eben eher diesen unaufmerksam in ADHS-Typen haben.

00:28:10: Sie sind also eher zurückhaltend verträumt oder abwesend und abgelenkt.

00:28:16: Diese Menschen sind nicht laut oder zappelig sondern eher unauffällig und zurückgezogen.

00:28:21: Na da schau mal einer an... Wenn man all das hört, dann wird auch verständlich, warum ADHS bei vielen Erwachsenen lange unerkannt bleibt.

00:28:30: Klischees und Missverständnisse.

00:28:33: Das sorgt eben nicht nur dafür, dass Außenstehende die Symptome falsch einordnen, manchmal zweifeln sogar Betroffene selbst an ihrer Wahrnehmung.

00:28:41: Und wenn man alles hört, merkt man wirklich direkt mit dem Bild vom Zappel Philipp kommt man bei ADHS nichts besonders weit?

00:28:49: Also so wie falls mich zukünftig noch jemand Zappelfillip nennt!

00:28:53: und damit auf ADHS anspielen möchte.

00:28:55: Dann kannst du auf jeden Fall sagen, ganz so einfach ist es nicht!

00:28:59: Genauso sieht's nämlich aus denn hinter ADHS da steckt viel mehr als ein Klischee aus dem Strubel Peter.

00:29:04: ADHS kann ganz unterschiedlich aussehen und genau deshalb lohnt es sich genauer hinzuschauen statt vorschnell zu urteilen.

00:29:12: Hoffentlich konnten wir da jetzt auch mit den Vorurteilen aufräumen.

00:29:16: Also bei mir hast du es auf jeden fall geschafft.

00:29:18: Vielen Dank Sophie dass du das Thema mitgebracht hast.

00:29:21: sehr gerne

00:29:22: Und natürlich danke fürs Zuhören und vielen Dank auch für eure vielen persönlichen Zuschriften.

00:29:28: Wenn euch die Folge gefallen hat, dann freuen wir uns über positive Bewertungen oder ein Abo!

00:29:33: Und wenn ihr Feedback mit uns teilen wollt oder mehr über ein bestimmtes Thema erfahren möchtet, dann meldet euch gerne.

00:29:39: unseren Kontakt findet ihr in den Show-Notes.

00:29:42: Und weil im September ja die neue Tatortsaison startet sprechen wir darüber – und vor allem über die Darstellung von Polizeiarbeit In unserer nächsten Folge bei Xplained und beantworten wie immer die Frage.

00:29:55: Was heißt das für mich?

00:29:56: Bis dahin, macht's gut!

00:30:07: Ciao!

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